„In den finsteren Zeiten / Wird da auch gesungen werden? / Da wird auch gesungen werden. / Von den finsteren Zeiten.“ – Bertolt Brecht
Fast zwei Monate sind seit dem verheerenden Massaker im Iran Anfang 2026 vergangen. Die brutale Gewalt des Regimes gegen die eigene Zivilgesellschaft hat weltweit Entsetzen ausgelöst. In einer Situation, in der tägliche Festnahmen und Hinrichtungen stattfinden und die Gefahr einer weiteren militärischen Eskalation droht, rückt das Brechtfestival die Stimmen von iranischem Aktivisten*innen und Künstler*innen ins Zentrum.
Mit der Veranstaltung Wo bist Du, Sepehr? wollen wir einen Raum für den Austausch, Solidarität und für das gemeinsame Trauern schaffen. Sepehr steht symbolisch für die vielen Verschwundenen, Inhaftierten und Ermordeten. Er steht für die Lücke, die staatliche Gewalt in Familien und in die Gesellschaft gerissen hat. Gemeinsam mit unseren Expert*innen und Aktivist*innen blicken wir auf die Situation nach dem Massaker und fragen: Was bewegt die Menschen vor Ort und im Exil heute?
Wie sieht wirksame Solidarität aus, wenn die Kameras der Welt nicht mehr hinsehen? Und wie kann Kunst in einem Umfeld der totalen Überwachung überleben und wirksam sein?