Dr. Sabine Kebir liest:

"Ein akzeptabler Mann? Brecht und die Frauen"

Monster, Macho oder vielleicht doch ein akzeptabler Mann? Warum funktionierten die Beziehungen, die Brecht und seine Geliebten so langfristig verbanden? Kein Täter-Opfer-Verhältnis wird durch Sabine Kebirs Analysen bestätigt, sondern vielmehr der Versuch von Liebenden, aus der Nähe und Distanz, Ebenbürtigkeit und Autonomie ihre Partnerschaft zu fügen: ein Vorstoß in Neuland, der Achtung verlangt statt Mitleid für die einen oder Verdammung für den anderen. Letztlich kommt es an auf die Fähigkeit die eigene Eifersucht zu überwinden. Sabine Kebirs Interpretationen stellen im Streit um Brechts Partnerbeziehungen neue Fragen (War B.B. aus Treue polygam?) und geben Stoff zum Nachdenken über heutige Beziehungen zwischen Frauen und Männern.
Sabine Kebir wurde 1949 in Leipzig geboren und wuchs in Berlin auf. 1967-1972 Studium Italienisch, Französisch, Russisch, bis 1977 Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Literaturgeschichte der Akademie der Wissenschaften in Berlin/DDR (Dr. phil.). 1977 Auswanderung nach Algerien. Dort Dozentin an verschiedenen Universitäten. 1988 Übersiedlung nach Westberlin. 1989 Habilitation im Fach Politologie. Seitdem tätig als Publizistin, Literaturwissenschaftlerin, Politologin und freie Autorin. Lebt in BerlinVeröffentlichungen u. a.: Ein akzeptabler Mann? Streit um Bertolt Brechts Partnerbeziehungen (1987, Aufbau Taschenbuch Verlag 1998); Antonio Gramscis Zivilgesellschaft (1991); Eine Bovary aus Brandenburg (Roman, 1991); Zwischen Traum und Alptraum. Algerische Erfahrungen (1993); Ich fragte nicht nach meinem Anteil. Elisabeth Hauptmanns Arbeit mit Bertolt Brecht (Aufbau-Verlag 1997, Aufbau Taschenbuch Verlag 2000); Abstieg in den Ruhm. Helene Weigel. Eine Biographie (Aufbau-Verlag 2000).

Netzpremiere:
28.2. im Live-Stream

 

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