Sonntag 04.03.
14.00 Uhr TIM

Radikale Positionen: Valentina & Die Mutter

Double-Feature mit der Kantate „Die Mutter“ (2. Fassung 1949) von Hanns Eisler und Bertolt Brecht und dem Dokumentarfilm „Valentina“ von Maximilian Feldmann und Luise Schröder

(c) Luise Schröder
Bertolt Brecht erzählt in "Die Mutter" die Geschichte einer Radikalisierung. Seine Titelfigur Pelagea Wlassowa kämpft aufgrund ihrer familiären und sozialen Situation gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Kämpfe wie ihre führten schließlich zur russischen Revolution. Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Roman von Maxim Gorki, die Kantatenfassung mit Hanns Eislers großartiger Musik und kurzen Zwischenszenen stellt eine Essenz des Bühnentextes dar.

"Die Mutter" wird manchmal als Lehrstück bezeichnet. Doch während Brecht sich in den anderen Lehrstücken kühl und theoretisch mit dem Verhältnis zwischen Individuum und System auseinandersetzt, wobei das System immer in einem unmenschlichen Licht erscheint, ist "Die Mutter" von Menschlichkeit und Empathie geprägt. Dabei spielt Eislers Musik eine entscheidende Rolle.

Um diesen empathischen Blick auf die aktuelle Weltlage zu übertragen, zeigen wir den mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm "Valentina" von Maximilian Feldmann und Luise Schröder, der 2016 als eines der Highlights der Berlinale von sich reden machte . Valentina, 10 Jahre alt, Markenzeichen: Armeehose, Traingsjacke und wildes Haar, lebt mit ihrer 12-köpfigen Familie in Skopje, Mazedonien. Der Film ist ein Familienporträt. Alltagsbeobachtungen von bitterster Armut mischen sich mit Valentinas persönlicher Erzählung, Träume mit wahren Begebenheiten.
 
Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit Maximilian Feldmann, Luise Schröder und Geoffrey Abbott statt.
 
Valentina
Regie: Maximilian Feldmann, Kamera: Luise Schröder, Schnitt: Gregor Bartsch, Sound/Mix: Oscar Stiebitz, Filmmusik: Oliver Ole Fries, Produzenten: Maximilian Feldmann und Luise Schröder
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg in Kooperation mit der Fachhochschule Dortmund 
Englisch mit deutschen Untertiteln, Dauer 51 min
 
„Die Mutter“ Kantate Op. 25, 2. Fassung 1949
Von: Bertolt Brecht   Musik: Hanns Eisler   Verlag: Breitkopf und Härtel
Solisten: Lea Sophie Salfeld, Manuel Wiencke / Rezitation: Karoline Stegemann, Thomas Prazak,
Piano: Johannes Bosch, Gesang: Projektchor, Musikalische Leitung: Geoffrey Abbott
Produktion: Eine Koproduktion des Brechtfestivals mit dem Theater Augsburg
Dauer 45 min.

 

Tickets:
Regulär:   PG1: 15€, PG2: 12€
Ermäßigt: PG1: 12€, PG2:   9€