Samstag 24.02.
18.00 Uhr Brechthaus

In der Nacht noch spät sangen die Telegrafendräht‘

Eine Veranstaltung der Regio Augsburg Tourismus

(c) Brechtbüro / KW Neun

Richard Pickhardt vom Elitestudiengang „Ethik der Textkulturen“ der Universität Augsburg beschäftigt sich in seinem Vortrag: "'In der Nacht noch spät sangen die Telegrafendräht‘ - Lärmen, Schreien, Töne: Akustische Zeugen des Frontsterbens in Brechts früher Kriegslyrik" mit Brechts früher Weltkriegslyrik. Dabei geht es ihm um einen ganz besonderen Aspekt, nämlich um das Tonale, sei es das Grollen der Artillerie, die Totenglocke, welche die Stille der Nacht am Ende der Schlacht mit ihrem Schlag durchdringt, oder der verzweifelte Schrei des todgeweihten Soldaten, der das Grauen des Sterbens an der Front nicht mehr in Worte zu fassen vermag. Das alles hat seinen Platz in Brechts Gedichten der Jahre 1914-1916 und wirkt durch das geschriebene Wort hindurch, um dem Leser auf eindrückliche Weise zu verdeutlichen, was Lyrik auch sein kann: eine akustische Chronik und Aufarbeitung des Krieges.

Im Anschluss an den Vortrag wird sich die Schauspielerin Christel Peschke in Einstimmung auf die Lange Brechtnacht musikalisch unter dem Motto „Lasst Euch nicht verführen“ mit Egoismus und Solidarität auseinandersetzen.
 
Mit: Prof. Dr. Prof. h.c. Jürgen Hillesheim, Brecht-Forschungsstätte Augsburg, Universität Augsburg (Einführung und Moderation), Richard Pickhardt (Vortrag), Christel Peschke (Musik & Gesang)
 
Tickets:
Eintritt frei