Samstag 02.03.
18.00 Uhr Grandhotel Cosmopolis, 15 € >> 10 €

Dystopia Urbana - Drei Autor*innen. Drei Lesungen. Ein Gespräch

Dirk Bernemann („Asoziales Wohnen“), Johanna Maxl („Unser großes Album elektrischer Tage“) und Julia von Lucadou („Die Hochhausspringerin“) zeichnen in ihren aktuellen Romanen ein eher düsteres Bild er Zukunft in den Städten. Drei Lesungen und Autorengespräche über die ästhetische Kraft der literarischen Schwarzmalerei.

© KW neun

Welche literarische Kraft liegt in der Auseinandersetzung mit den hässlichen Seiten des Menschseins, wie beispielsweise Vereinzelung, kaputten menschlichen Beziehungen, Armut, Erfolgsdruck und Konsumzwang?
Dirk Bernemann seziert in seinem Roman „Asoziales Wohnen“ mit akribischem Blick für Details die Abgründe der Bewohner*innen eines Beton-Wohnblocks. Johanna Maxl poetisiert die Geschichte einer scheinbar verschwundenen Mutter, deren (Ab-)Wesenhaftigkeit von ihren Kindern in einem irren Wortstrudel umkreist wird. Julia von Lucadou zeichnet in „Die Hochhausspringerin“ das Porträt einer gläsernen Gesellschaft zwischen Adrenalin und Effizienzrausch.

Was fasziniert Gegenwartsautor*innen an totalitären Gesellschaftsmechanismen, in denen Kontrolle, Effizienzdruck und der Zwang zur Selbstoptimierung das Zusammenleben diktieren? Welche Deformationen erleidet der/die Stadtbewohner*in durch die ihn/sie umgebende Architektur? Sind die eigenen vier Wände eher ein schützendes Refugium oder ein isolierendes Gefängnis? Diese und weitere Fragen schlummern in den drei Büchern der eingeladenen  Autor*innen.
In Einzel-Lesungen werden sie einen Einblick in ihre Texte geben, um im Anschluss gemeinsam ins Gespräch über ihre Arbeit, ihre Schreibvektoren, -motivationen und -verhinderungen zu kommen.

Mit: Dirk Bernemann, Julia von Lucadou, Johanna Maxl
Moderation: Patrick Wengenroth

Dauer: 2 Stunden, 30 Minuten

Tickets
Regulär:   15 €
Ermäßigt: 10 €