Double-Feature: "Der Lohndrücker" & "Der Mann im Fahrstuhl" von Heiner Müller

Mit einer Einführung von Falk Strehlow, Mitglied der internationalen Heiner Müller Gesellschaft

Als eine Mischung aus Lehrstück und Psychothriller macht Heiner Müllers „Der Lohndrücker“ die Schwierigkeiten der ersten Aufbaujahre der DDR sichtbar, die Widersprüchlichkeit unserer Entwicklung, den Anspruch des Einzelnen an die Gesellschaft und seine Hoffnungen auf ein besseres Leben. Zwischen der Entstehung des Stücks und der Hörspielfassung liegen 30 Jahre real existierender Sozialismus. Brasch lässt alle Rollen von Kindern einsprechen und verwebt Müllers Text mit dokumentarischen Einsprengseln. „Mann im Fahrstuhl“ verlegt den Konflikt ins Innere und thematisiert den Kampf eines Angestellten mit sich selbst. Der Kontrast zwischen den beiden Welten des Hörspiels, dem Fahrstuhl und einem kleinen peruanischen Dorf, in dem der Protagonist landet, könnte größer nicht sein.

19.00 Uhr „DER LOHNDRÜCKER“
Regie und Dramaturgie: Peter Brasch • Rundfunk der DDR circa 1989 • Erstsendung: 13.08.1989
Dauer: ca. 40 Minuten + Einführung Falk Strehlow

20.00 Uhr „DER MANN IM FAHRSTUHL“
Regie, Bearbeitung: Heiner Goebbels • Musik: Heiner Goebbels, Arto Lindsay, Don Cherry, Fred Frith, Heiner Goebbels, Charles Hayward, George Lewis • Premiere: Artrock Festival, Frankfurt 1987
Dauer: ca. 40 Minuten + Einführung Falk Strehlow