"Der kalte Hauch des Geldes"

Beim Brechtfestival ist Alexander Eisenachs Finanzwestern erstmals in Augsburg zu sehen.

Alexander Eisenach (c) Claudia Balsters

Alexander Eisenachs Texte sind Literatur. Oft inszeniert er sie selbst und das dann auch noch so gut, dass die Kritiker*innen jubeln: „Einer der einfallsreichsten jüngeren deutschen Regisseure und Theaterautoren“, schreibt DIE ZEIT und macht damit neugierig auf mehr. Am Berliner Ensemble läuft noch bis Ende November „Die Entführung Europas“ in der Inszenierung des jungen Autors aus Berlin. Beim Augsburger Brechtfestival ist Alexander Eisenachs „Der kalte Hauch des Geldes“ in einer Neuinszenierung von Sebastian Seidel im Sensemble Theater zu sehen. Das Stück verlagert die Auswüchse eines entfesselten Finanzkapitalismus in den wilden Westen. Kopfgeldjäger treffen auf Goldminenbesitzer. Es wird auf Goldpreise gewettet, über die Möglichkeit einer alternativen Wirtschaft sinniert, gemordet und getrunken. Der Verfremdungseffekt hat hier Methode: Kapitalismuskritik trifft auf Volkswirtschaftslehre. Man darf gespannt sein, mit welcher szenischen Umsetzung Sebastian Seidel und sein Ensemble dieser skurrilen Westernsatire zu Leibe rücken.

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Über den Autor

Alexander Eisenach, geboren 1984 in Berlin, studierte Theaterwissenschaft und Germanistik in Leipzig und Paris. Er war Regieassistent am Centraltheater Leipzig und 2013 / 2014 Mitglied des Regiestudios am Schauspiel Frankfurt. Seit 2014 arbeitet er als freier Regisseur, u. a. am Schauspiel Hannover, am Schauspiel Graz, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Deutschen Theater Berlin. 2014 wurde sein erstes Theaterstück Das Leben des Joyless Pleasure am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt. 2015 / 16 nahm Eisenach dort am Autorenstudio teil. Für seine Inszenierung von Der kalte Hauch des Geldes wurde er mit dem Kurt-Hübner-Regiepreis 2016 ausgezeichnet.