MILLIARDEN Ben Hartmann & Johannes Aue

Ben Hartmann ist Sänger, Schauspieler und Sprecher. Geboren in Berlin kurz vor der Wende. Inzwischen auf stattliche 1.93m herangewachsen. Den Begriff „Barde“ benutzt heute keine*r mehr, für einen, der seine lyrischen und musikalischen Qualitäten in sich vereint. Singer-Songwriter trifft es eher, unterschlägt aber komplett die darstellerische Eleganz von Ben Hartmanns Bühnenpräsenz. Hartmann ist ein Kämpfer auf vielen Ebenen. Zieht Auftritte auch mit gebrochenen Gliedmaßen durch. 2014 startete er die Band -Milliarden- mit Kompagnon Johannes Aue, der seinerseits Multi-Instrumentalist und ebenfalls Schauspieler ist. In sechs Jahren haben sich Hartmann und Aue Unabhängigkeit und ein Leben zwischen Studios, Tourneen und Festivalauftritten erarbeitet. Die Band spürt in ihren Songs Widersprüchlichkeit und Sehnsüchten nach. Themen wie Lust, als natürlichste Sprache der Welt, Tot und Utopie ziehen sich durch ihre Diskographie. Auch deshalb landeten Hartmann und Aue auf Anfrage von Jürgen Kuttner bei Brechts pornographischen Sonetten. Brecht hat diese erotischen Miniaturen während seiner sommerlichen Reisen von Berlin ins heimatliche Augsburg geschrieben, aus Langeweile und Lust. Ausufernd und genau beschreibt er darin seine Geilheit und Begierden. Lange vor ihrer Veröffentlichung kursierten sie unter den Freunden. Heute hat sich der Porno in alle Lebensbereiche ausgeweitet. Ist immer noch „unsittlich“, kein aufrichtiges Thema. Mit Brechts Sonetten als Folie begibt sich die musikalische Performance der beiden Aufschneider auf die Suche nach erlösenden Antworten auf die existentiellen Fragen nach dem immer wieder Abtreiben / der Drogensucht / der Angst Entscheidungen gegen unsere Muster zu treffen und dem Aufbruch ins Unbekannte.

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