Kid be Kid, Mascha Qrella, Gaye Su Akyol, Odyaye

Gaye Su Akyol (Istanbul/ Türkei)

Die Musikerin Gaye Su Akyol zählt zu den aktuell interessantesten künstlerischen Stimmen der Türkei. In ihrer Musik verbinden sich Einflüsse aus nahöstlicher Volksmusik mit Post-Punk, Grunge oder psychedelischem Surf-Rock zu einem kosmopolitischen Soundentwurf. Mit einer starken Livepräsenz und avantgardistischen Musikvideos erspielte sich die gelernte Malerin aus dem hippen Kadiköy-Viertel Istanbuls heraus eine globale Anhängerschaft. Lobeshymnen unter anderem in der New York Times beschrieben sie als „Turkish rock music’s biggest hope“, die an die Psychedelic-Musik der 70er in der Türkei und an Folk-Ikonen wie Selda Bağcan anknüpfe. Iggy Pop sagte über Akyols Musik, sie sei „viel erfüllender als jede populäre Musik aus dem erschöpften Westen heute“.
Das Brechtfestival hat Gaye Su Akyol eingeladen, ein Brecht-Gedicht zu vertonen.
Im Anschluss an die Weltpremiere auf www.brechtfestival.de sind Aufzeichnungen der Konzerte von Kid Be Kid und Mascha Qrella online zu erleben.

Mascha Qrella

ist ein Ost-Berliner Kultgewächs. Eine, die Konzerte in der Volksbühne, im HAU und in den Sophiensaelen spielt, mit Bands wie Contriva und Mina den „Indiepop“ revolutioniert um dann als Solokünstlerin durchzustarten. Sie spannt den ästhetischen Bogen von Brechts Hauskomponisten Kurt Weill zum britischen Performing Arts Kollektiv Gob Squad.  Weggefährten und Konzertbesucher*innen schätzen ihr Understatement, das so gar nicht zur musikalischen Wucht passt, mit der ihre Melodien die Hörer*innen hinfortreißen können. Bisweilen ist Qrella hören wie surfen auf einer Welle mit Tiefgang. In ihrer Szene ist sie Star und Anti-Star zugleich. „Passt zu uns“, müssen die Macher*innen von „Greys Anatomy“ gedacht haben, und ließen sich für den Soundtrack der Serie einen Qrella Track lizenzieren. Qrella schreibt aber auch reine Filmmusiken und Theatermusiken. Dabei hat sie sich auch eingehend mit Brecht und Weill beschäftigt. „Woanders“ ist ihr erstes Konzeptalbum auf Deutsch, mit dem sie bei Thomas Brasch andockt. In seiner Lyrik findet die 1975 in Ostberlin geborene Sängerin Fragmente ihrer eigenen Geschichte.

Kid be Kid (Berlin)

An KID BE KID ist einfach alles besonders. Vor ihr war eine Künstlerin kaum vorstellbar, die gleichzeitig vier Instrumente ganz ohne Loop Station spielt, dabei groovt und berührt bis zum Abwinken und oben drauf ihre Stimme in mehrere Töne spaltet. Sie verkörpert Coolness und Verletzlichkeit, Struktur und Freiheit, Hip Hop und Jazz gleichermaßen und lässt alles im Raum lebendig werden.
Gleich mit ihrem Debüt „Sold Out“ hat sich KID BE KID schnurstracks auf die großen Festivals gebeamt und dort dem Publikum berauschende Konzerte geliefert. Ob beim Elbjazz in Hamburg, dem legendären Fusion Festival oder im bedeutenden Monument National im Rahmen des Festival International de Jazz de Montréal, eine der prominentesten Bühnen der Welt – KID BE KID fasziniert das Publikum mit bedingungsloser Hingabe und unglaublichem Können.
Mit ihrer neuen EP „Lovely Genders“ etabliert KID BE KID ihren Platz zwischen den großen Neo Soul KünstlerInnen unserer Zeit. Klangliche Tiefe und inhaltliche Reife zeichnen ihre Songs aus. Ihr einzigartiges Skillset aus Beatboxing, Gesang, Klavier und Synthesizer trifft auf poetische Lyrics und rhythmische Virtuosität.

ODYAYE – “Frozen Ghosts“ (Augsburg, Berlin, München)

 

Die Augsburger, Berliner und Münchner Musiker*innen Lienne, Nick Hermann, Steffi Sachsenmeier, Deniz Khan,Tom Jahn u.a. vertonen den exklusiv für das Brechtfestival geschriebenen Text “Frozen Ghosts” von Leonie Pichler. Inspiriert von der Thematik des Exils verbirgt sich in einem Popsong eine “hidden message” in der Tradition früherer Protestsongs.

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