Barbara Weigel

geboren 1965 in Augsburg, studierte Modedesign und Fotografie in Florenz und angewandte Theaterwissenschaft am D.A.M.S in Bologna.

Sie ist freiberufliche Dramaturgin und Videodesignerin und arbeitete im zeitgenössischen Sprechtheater, Tanz, Musiktheater und Oper, in Italien, Deutschland, Frankreich.

In Italien erhielt sie zwischen 1998 und 2016  Engagements als Regieassistentin, Kostümbildnerin, Videodesignerin und Dramaturgin an den wichtigsten Bühnen für zeitgenössisches Theater, u.a. mit dem Regisseur Federico Tiezzi, dem Choreographen Virgilio Sieni und dem Theaterperformer Roberto Latini. 
Als Dramaturgin war sie hauptsächlich mit zeitgenössischer experimenteller Dramaturgie und mit Musiktheater befasst. Sie  verfasste ortsbezogene Texte u.a. für die Adaptation der Oper  »Surrogate Cities« von Heiner Goebbels (Nürnberg, 2000) und für die Inszenierung von Brechts „Die Mutter“ in der Textilregion um Prato (Florenz, 2008-2009). Als Dramaturgin und Videodesignerin in internationalen Opernproduktionen war sie von 2009 − 2013 in Zusammenarbeit mit Federico Tiezzi und Vincent Boussard u.a. an der Staatsoper Berlin, der Hamburgischen Staatsoper, in Wien, Strassburg und Aix en Provence tätig.

Sie unterrichtete Dramaturgie als Lehrbeauftragte der Universität Leipzig/Theaterwissenschaft (1998-2001). Von  2007 - 2009 koordinierte sie eine Masterclass für junge Schauspieler am Teatro Stabile della Toscana und unterrichtete dort zeitgenössische Dramaturgie.

Neben der Tätigkeit im Theater hat sie sich immer mit Film und Video beschäftigt, zahlreiche Videodokumentationen erstellt und im Bereich der Videoanimation gearbeitet. 
Die Videoskulpturen sind ein Experimentierfeld, in dem Videoanimation, Musik und Theater sich treffen und vereinen.

Bertolt Brecht und Heiner Müller hat sie auch durch die Augen der italienischen Theaterkünstler sehen und neu schätzen gelernt, mit Brecht insbesondere verbindet sie die gemeinsame Geburtsstadt.