3. Februar 2022

„In meiner türkischen Sprache war ich damals sehr unglücklich. Meine Wörter waren krank. 1971 gab es einen Militärputsch. Menschen wurden wegen Wörtern gefoltert, getötet, ins Gefängnis gesteckt. Nur ein Traum konnte mir in dieser schwierigen Zeit helfen. Mir haben damals in Istanbul Brechts Wörter geholfen und eine Utopie versprochen: Großes bleibt nicht groß, Kleines bleibt nicht klein. Brecht hatte vor uns eine körperliche Erfahrung mit dem Faschismus gemacht.“

(Emine Segvi Özdamar über ihr Verhältnis zu Brechts Werk)

Neben einer Autorinnenlesung am 20.2. (So) um 15:30 Uhr im tim stellt die türkisch-deutsche Schriftstellerin und Theaterregisseurin Emine Segvi Özdamar beim Brechtfestival 2022 auch Collagen in der Festivalzentrale aus, die bei einer Brasch-Inszenierung entstanden.

 

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