29. Oktober

1928:

Henry Graf Kessler über einen Besuch in der Wohnung Erwin Piscators:

„Brecht kennengelernt. Auffallender Dekadentenkopf, fast schon Verbrecherphysiognomie, sehr dunkel, schwarzes Haar, schwarze Augen, dunkle Haut, ein eigenartig lauernder Gesichtsausdruck: fast der typische Ganove. Aber wenn man mit ihm spricht, taut er auf, wird fast naiv. Ich erzählte ihm, wie es schien zu seinem größten Vergnügen, d’Annunzio-Anekdoten. Er ist jedenfalls ,ein Kopf‘,  wenigstens äußerlich, und nicht unsympathisch (wie Bronnen).“

(Begegnungen mit Bertolt Brecht. Hg. v. Erdmut Wizisla. Leipzig: Lehmstedt, 2009, S. 10.)

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