17. Oktober

Tagebuch 1921:

Ich habe Gilbert Keith Chestertons Detektivgeschichten in die Hände bekommen. Ich habe keine bessern gelesen. Hier löst tatsächlich der Verstand die Aufgabe. Diese Engländer, ob sie Patrioten sind wie Kipling oder Katholiken wie Chesterton, sie verstehen Ihr Geschäft und zerfasern nicht Probleme, sondern zeigen die praktischen, nützlichen Seiten ihrer Methoden, sie handeln zumeist wie gewisse Geschäftsreisende in Thermosflaschen, die ihre »unzerbrechllchen« Flaschen mit barbarischer Wut auf den Boden werfen oder mit anderen, zerbrechlicheren, zusammenschlagen, um die Güte ihrer Flasche zu beweisen.

(GBA, S. 244)

Anm: (Gilbert Keith Chesterstons Detektivgeschichten)

Einer der Kriminalromane Chestertons, die Brecht sehr beeindruckt haben, ist The Man Who Was Thursday (dt.: Der Mann, der Donnerstag war; 1910); er schenkt das Buch Hedda Kühn. 1921 notiert er:

„G.K.C. Er hat wirkliche Detektivgeschichten geschrieben, der Nachbar Doyles, der Philosoph, Detektivgeschichten.

Das heißt: eine Schlacht mit Hilfe von Geheimdetektiven gewinnen zu wollen.“ (Notizbuch 1921, Nachlaß.)

(GBA, S. 566)

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