9. Oktober – intern 4

Bei der gestrigen Videoschalte hatten wir unsere Graphik-Agentur KW Neun zu Gast. Kuttner wünscht sich von Mara und Arthur einen minimalistischen, funktionalen Brechtlook: „grau, eckig, stapelbar“ – oder wie Brecht sagte, ihm sei jede Farbe recht, nur grau müsse sie sein. Die Vorstellungen davon, wie das aussehen soll fallen in der Runde noch sehr unterschiedlich aus. Auch was die Spielorte angeht muss weiter nachgedacht werden. Das Parkhaus auf dem Gaswerk hat sich inzwischen als Spielort gedanklich pulverisiert. Brandschutz! Da ist Kunst ausgeschlossen. Dazu noch Corona-Maßnahmen. Seit Dienstag ist Berlin Risikogebiet. Wer immer auch nächste Woche aus Berlin zum Dispotermin nach Augsburg kommen soll, muss im Hotel  einen negativen Corona-Test vorweisen und das kostet. Man munkelt von bis zu 150 Euro pro Test und das Ergebnis darf bei der Einreise nicht älter als 48 Stunden sein. „Ich bin mir nicht sicher, dass das Brechtfestival im Februar so stattfinden kann, wie wir das gerade planen“, hör ich Kuttner sagen. „Corona kann mich mal“, denk ich. Unerschütterliche Optimistin die ich bin, tüftle ich in Gedanken an einer Logistik für Schnelltests für unsere Künstler*innen und plane dafür einen großzügigen Posten im Festivalbudget ein.

Katrin Dollinger, Brechtbüro, Projektkoordination

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