4. Dezember

FOKUS MARGARETE STEFFIN

Das Augsburger Brechtfestival 2021 will sich schwerpunktmäßig mit den Frauen Brechts beschäftigen. Partnerinnen, Freundinnen und Mitarbeiterinnen, bei denen die Geschlechts-, Liebes- und Produktionsverhältnisse mit Brecht munter durcheinandergingen. Im Verlauf dieses Monats werden wir uns in fünf, sechs kurzen Beiträgen unseres Arbeitsjournals daher mit Margarete Steffin beschäftigen.

Eisler nannte sie ein „ungeheures Talent“, Brecht eine „gute Genossin“ und „kleine Lehrerin“.

Am 30.6.1942 notiert er in seinem Arbeitsjournal:

„ich habe nichts getan und werde nichts tun, den verlust gretes zu ‚verwinden’. Sich mit geschehenem aussöhnen – wozu sollte das gut sein? Da sind viele enden an diesem strick, an die noch angeknüpft werden muß. Hitler hat sie umgebracht und der hunger. Hitler lebt noch, und der hunger beherrscht die welt. Bei meinem versuch, sie zu retten, bin ich geschlagen worden, und es ihr leicht zu machen, habe ich nicht vermocht, die gelungenen werke soll man vergessen, aber nicht die mißlungenen.“

(GBA 27, S.110)

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